Im Jahre 1954 gründeten zwölf Weltkriegsveteranen die " Kriegerkameradschaft Maria Veen / Hülsten ".Schon bald wurde die erste Generalversammlung abgehalten,zumal gerade in der ersten Zeit unter  den Weltkriegsveteranen viele neue Mitglieder gewonnen werden konnten.

Der Verein war keine Konkurrenzgründung zur Kriegerkameradschaftin Groß Reken,zumal viele Personen in beiden Kriegerkameradschaften Mitglied gewesen waren.

Als ordentliche Mitglieder konnten anfangs nur ehemalige Kriegsteilnehmer aus allen Rekener Ortsteilen dem Verein beitreten.

Die Ehefrauen und Witwen der ordentlichen Mitglieder nahmen an den geselligen Veranstaltungen teil .

Im Jahre 1976 öffnete sich der Verein für die Bundeswehrsoldaten, da die Generation der Weltkriegsveteranen allmählich wegstarb. Nun konnten auch Personen beitreten, die bei der Bundeswehr gewesen waren oder eine militärische Ausbildung absolviert hatten. Folgerichtig benannte sich der Verein um in Kameradschaft ehemaliger Soldaten Maria Veen / Hülsten. Heute hat er gut 150 Mitglieder. Möglicherweise führt die Abschaffung der Wehrpflicht 2012 später zu einer weiteren Öffnung für neue Mitglieder.

Ziele des Vereins :

-die Förderung des Brauchtums und des Heimatgedankens,  

-die Gestaltung des Festaktes zum Volkstrauertag,

die Pflege der Kriegsgräber auf dem Friedhof in Maria Veen,

die Unterstützung der Kriegsgräberfürsorge,

die Förderung der Völkerverständigung,

die Pflege der Partnerschaft mit der Bundeswehr,

Vorsitzende des Vereins :

Anton Küper                        von 1954 bis 1979

Werner Bernemann              von 1979 bis 2012

Helmut Kohlwey                   von März 2013 bis heute

Präsidenten des Vereins :

Wilhelm Hörbelt                  von 1954 bis 1978

Heinrich Besseling               von 1978 bis 1984

Heinrich Brüninghoff           von 1984 bis 1986

Anton Küper                        von 1986 bis 1996

Bernhard Wahlers                von 1996 bis 2005

Hermann Lechtenberg          von 2005 bis 2012

Werner Bernemann              von 2013 bis heute

Aktivitäten des Vereins :

Jedes Jahr findet einmal bei einem Vereinsmitglied das Biwak statt. Es handelt sich um ein gemütliches Beisammensein, an dem auch die Ehefrauen und Witwen teilnehmen. Wie in einem Schützenverein findet auch hier ein jährliches Preisschießen unter den Mitgliedern statt.

Zum Volkstrauertag findet regelmäßig in einem der Rekener Ortsteile ein Festakt statt. Daran nehmen jeweils die hiesigen Schützenvereine,die Pfarrer,der Bürgermeister,die Angehörigen der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes wechselseitig teil. Wenn Maria Veen an der Reihe ist, richtet die Kameradschaft ehemaliger Soldaten Maria Veen / Hülsten diesen Festakt aus.

Seit 2003 hat die Gemeinde Reken den Vereinsmitgliedern die Aufgabe der Kriegsgräberpflege übertragen. Seither leisten die Vereinsmitglieder annähernd monatlich Arbeitseinsätze auf dem Maria Veener Friedhof zur Pflege der Kriegsgräber ab. Dies sind zur Linken die Gräber der Vertriebenen und Flüchtlinge. 1945 und 1946 sind an die hundertausend Vertriebene und Flüchtlinge,überwiegend aus Schlesien, durch das Auffanglager Maria Veen geschleust worden,von denen rund hundert auch hier gestorben sind.

Die zweite große Gruppe der Betatteten besteht aus denjenigen deutschen Soldaten, die im Hilfslazarett in Maria Veen waren und die nicht an ihrem Heimatort bestattet werden konnten.

Die dritte Gruppe der Bestatteten sind russische und polnische Kriegsgefangene und Ostarbeiter. Eine kleine Schrift der Groß Rekener Kameradschaft ehemaliger Soldaten von 1986 führt deren Namen auf.

 

 

 

                                                                               

 


powered by Beepworld